Im Frühling beginnen Wiesen und Wälder zu erblühen. Viele Pflanzen und Kräuter, die wir oft übersehen, können sich in der Küche sowie als medizinische Hilfsmittel nützlich erweisen.
Vor diesem Hintergrund stand dem TuS Bonefeld am 16. April 2026 eine Exkursion der besonderen Art bevor. Gemeinsam mit dem Experten Dr. Lutz Neitzert durchstreiften rund 16 Teilnehmende die Wiesen auf der Suche nach heimischen Kräutern.
Zu Beginn verwöhnte Dr. Neitzert die Gruppe mit Magnolienblättern, die blumig, pfeffrig oder zitronig schmeckten. Dann stand der Giersch im Zentrum: Dieses leicht scharf schmeckende Unkraut eignet sich hervorragend als Gewürz in Gerichten mit Kartoffeln oder in frischen Salaten und ist zudem reich an Vitamin C. Auch Wiesenschaumkraut und Sauerampfer bewiesen sich als ausgezeichnete Küchenbegleiter.
Dr. Neitzert informierte ausführlich über Kräuter, die oft als Unkraut gelten, aber einen nützlichen Zweck erfüllen können. Humorvoll angereichert war die Führung durch einige Stilblüten: So erklärte er, dass der Autobahnmittelstreifen ein ganz besonderes Biotop sei, mit Pflanzen, die jenseits der Leitplanken kaum zu finden seien-warm, CO2 -reich und fernab von Grünfressern.
In Großstädten gebe es zudem mittlerweile eine größere Biodiversität als in ländlichen Regionen, da sich im urbanen Raum eine weit größere Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen befände als in unseren Agrarlandschaften.
Am Ende der Veranstaltung zeigten sich alteingesessene Teilnehmer beeindruckt von Vielfalt und Bedeutung der heimischen Kräuter. Zum Abschluss traf man sich bei einer selbstgemachten Maibowle im Deichwiesenhof in Bonefeld, während Dr. Neitzert ein eigenes Kräutereis kredenzte. Insgesamt ein gelungener Ausflug in die Welt der Natur.
Besonderer Dank gilt Dr. Neitzert (Referent) und Carmen Helmes-Bialas (Organisation) für die Führung und Organisation.