Wie soll unser Dorf in Zukunft aussehen? Was wünschen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für ihren Heimatort?
Der erste Meinungsaustausch zwischen der Ortsbürgermeisterin mit einigen Ratsmitgliedern und der Dorfjugend fand bereits eine erfreuliche Resonanz.
In lockerer Atmosphäre bei Getränken und Knabbereien wurde offen diskutiert, Ideen gesammelt und Wünsche formuliert. Dabei zeigte sich schnell, wie groß das Interesse der jungen Generation ist, das Dorfleben aktiv mitzugestalten.
Zu den Wünschen der Kinder gehören unter anderem eine neue Wippe für den Spielplatz sowie eine Tischtennisplatte auf dem Dorfplatz. Die Jugendlichen wünschen sich darüber hinaus einen eigenen Treffpunkt. Eine Idee ist, einen Wohncontainer auf dem Sportplatz zu einem gemütlichen Jugendtreff umzubauen.
Doch es blieb nicht nur bei Wünschen – auch erste Projekte wurden bereits angestoßen. So soll, wie bereits in anderen Gemeinden, eine Taschengeldbörse entstehen, bei der Jugendliche kleinere Arbeiten wie Gartenpflege oder andere Hilfstätigkeiten für ältere oder beruflich stark eingespannte Mitbürgerinnen und Mitbürger übernehmen und sich so ihr Taschengeld aufbessern können. Davon profitieren beide Seiten: Die Jugendlichen sammeln erste Erfahrungen und übernehmen Verantwortung, während gleichzeitig das Miteinander der Generationen gestärkt wird. Dem Burschenverein und den Maimädchen ist das Miteinander im Dorf, die Gespräche zwischen Alt und Jung, überaus wichtig. Sie möchten dies auch gerne im Dorf kommunizieren.
Ein weiterer Wunsch ist die Anschaffung einer Büchertruhe für den Dorfplatz. Sie soll allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, Bücher kostenlos mitzunehmen, zu tauschen oder weiterzugeben und so zum lebendigen Treffpunkt werden.
Außerdem soll ein Spendenaufruf an die Dorfgemeinschaft gestartet werden. Gesucht werden gut erhaltene Gesellschaftsspiele, Spielgeräte und Spielsachen, um eine Spielekiste zusammenzustellen. Diese soll künftig bei Dorffesten und Veranstaltungen bereitstehen und insbesondere den jüngsten Besucherinnen und Besuchern Freude bereiten.
Die Eltern zeigten sich ebenfalls begeistert von der Initiative und bedankten sich für die Gelegenheit, dass die Anliegen ihrer Kinder gehört und ernst genommen werden. Die durchweg positive Resonanz bestärkte alle Beteiligten darin, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Seitens der Eltern wurde angeregt, im ganzen Ort die 30er Zone einzuführen. Es gibt zahlreiche Bürger/innen, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ort halten und durch die Straßen rasen.
Ein Termin für eine erste Begehung mit Kindern, Eltern und Gemeinderat auf dem Spielplatz und dem Bolzplatz wurde bereits vereinbart, um sich vor Ort über die Wünsche und auch Mängel ein Bild zu machen.
Damit die Ideen auch künftig direkt in die Gemeindearbeit einfließen können, sollen die Jugendtreffen künftig halbjährlich stattfinden. Zudem ist die Wahl einer Jugendvertretung geplant. Sie soll die Interessen der jungen Menschen bündeln, Ansprechpartner für Gemeinderat und Ortsgemeinde sein und eigene Projekte mitgestalten, denn die Zukunft unseres Dorfes entsteht am besten miteinander.
Auch außerhalb dieser Termine hat der Gemeinderat mit Bürgermeisterin stets ein offenes Ohr, wenn Probleme oder Wünsche anstehen. Sprecht uns gerne an!
Eure Claudia Runkel